Oberhausen steht bei vielen erstmal für Centro, Gasometer und Industriecharme. Bei uns war es anders: Wir wollten einen Abend, der sich trotz Februar-Temperaturen nach Kurztrip anfühlt – ohne Teetime auf einem Platz, aber trotzdem mit Golf-Vibes. Topgolf Oberhausen ist dafür ziemlich ideal, weil du in den insgesamt 102 Bays wetterunabhängig spielen kannst und viel mehr erlebst, als „nur“ Golfbälle vom Abschlag zu kloppen.
Topgolf Oberhausen – Erfahrungsbericht
Wir waren zu viert unterwegs: zwei Anfängerinnen, die sich bisher nur mal im Indoor-Simulator etwas ausprobiert haben – und zwei fortgeschrittene Golfer, die eigentlich mit einer klaren Erwartung kommen: Wenn’s nur Entertainment ist, wird’s nett. Wenn’s zusätzlich sportlich kickt, wird’s richtig gut.

Ankunft: Ruhrpott-Lichter, große Anlage, sofort Golf-Modus
Schon beim Anfahren merkst du: Das ist keine gewöhnliche Driving Range. Topgolf ist groß, wirkt eher wie eine Event-Location – und liegt in der Ecke, in der du ohnehin schnell bei den bekannten Spots der „Neuen Mitte“ landest: Brammenring 30, 46047 Oberhausen.
Drinnen geht’s direkt in diesen Mix aus Sport und Ausgehen. Du wirst freundlich empfangen, gehst zur zugeteilten Bay, bekommst eine persönliche Einweisung und hast sofort das Gefühl: „Okay, hier kann man auch einfach sitzen, quatschen, was essen – und nebenbei spielen.” Und genau diese Mischung ist für eine Gruppe mit unterschiedlichen Spielstärken Gold wert.

Lounge-Feeling mit Musik und beheizter Bay
Eine Bay ist im Prinzip deine kleine Base: Sofa, Tisch, Abschlagmatte, Bildschirm. Topgolf spricht davon, dass bis zu sechs Personen pro Bay reinpassen – zu viert war es für uns perfekt, weil alle genug Schläge bekommen und trotzdem genug Pause bleibt.
Was Topgolf von „Range mit Musik“ unterscheidet, ist das Game-Prinzip: Du spielst auf Ziele, sammelst Punkte, bekommst Feedback. Und das macht es für Anfängerinnen super niedrigschwellig – weil es nicht darum geht, schön zu schwingen, sondern erstmal: „Treffe irgendwas da draußen“. Für die Fortgeschrittenen ist es gleichzeitig ein Trigger: Plötzlich willst du nicht einfach weit hauen, sondern kontrolliert spielen, weil Punkte eben nicht nur mit Gewalt kommen.
Games, die in gemischten Gruppen wirklich funktionieren
Angry Birds: Fun-Game mit Suchtfaktor
Wir haben bewusst mit einem Spiel gestartet, das niemanden überfordert – und genau dafür ist Angry Birds ein genialer Einstieg. Du spielst die mit einem Sensor getrackten, echten Golfbälle in die bunten Ziele auf dem Spielfeld und im Game räumst du Punkte ab – simpel, witzig und sofort kompetitiv. Gerade die Anfängerinnen hatten damit schnell Erfolgserlebnisse, weil auch kürzere, solide Treffer zählen und du direkt auf dem Monitor siehst, was passiert.
Topgolf – Signature-Game
Danach wurde es sportlicher: Als alle warm waren, haben wir auf das Signature Topgolf umgestellt. Hier sammelst du Punkte, wenn du Ziele triffst – und je nach Entfernung und Präzision werden diese mehr. Plötzlich ging’s um Längenkontrolle, Zielwahl und Rhythmus. Das Spannende: Die Anfängerinnen haben genau davon profitiert, weil sie sich unbewusst an Tempo und Routine der Fortgeschrittenen orientiert haben – ohne dass jemand den Oberlehrer geben musste.

Fun-Trainingseinheit mit Essen, Drinks & Atmosphäre
Was bei so einem Abend extrem viel ausmacht, ist die Stimmung. Topgolf ist kein Ort, an dem du flüsterst, wenn jemand abschlägt. Es ist lebendig – eher Abendprogramm als Driving Range nach Feierabend. Du sitzt zusammen, bestellst was an die Bay, lachst über überraschend gute Treffer (und komplett wilde Slices), und trotzdem bleibt das Spiel im Mittelpunkt.
Topgolf funktioniert wie ein Reisebaustein. Nicht das Hauptziel für eine ganze Woche, klar – aber als Programmpunkt für ein Ruhrgebiet-Wochenende oder als Start in einen Trip ist es stark, weil wirklich alle mitkommen können. Und du hast diesen seltenen Moment, dass Anfängerinnen und Fortgeschrittene am Ende sagen: „Nochmal“.
Was der Spaß kostet und worauf man achten sollte
Topgolf rechnet pro Bay und Stunde, nicht pro Person. Für Gruppen lohnt sich das sofort, weil man die Kosten teilt. Beim ersten Besuch kommt eine einmalige Membership-Gebühr von aktuell 6 € pro Person dazu. Dann hast du aber dort ein Profil und kannst dich künftig immer wieder schnell und easy einloggen.
Unser Tipp aus Gruppensicht: Wenn ihr flexibel seid, plant eher unter der Woche oder früher am Tag – da ist es in der Regel entspannter. Und wenn du eher „Sport statt Party“ willst, ist ein Slot vor dem klassischen Abendansturm angenehmer.

Oberhausen drumherum: So wird’s ein runder Tagestrip
Wenn du Topgolf in einen echten Ausflug packen willst, ist Oberhausen dafür dankbar. In der Nähe findest du Klassiker wie Westfield Centro, den Gasometer, SEA LIFE und LEGOLAND Discovery Centre – also genug, um den Tag vorher oder danach zu füllen. Das macht den Spot besonders gut für gemischte Gruppen: Nicht alle müssen „Golf-only“ machen, und trotzdem hast du einen gemeinsamen Highlight-Programmpunkt.
Kleine Learnings aus unserem Abend zu viert
- Für Anfängerinnen: Erfolg kommt schneller, wenn ihr mit einem Game startet (statt “Range-Modus”). Der Kopf bleibt spielerisch, die Nervosität geht runter.
- Für Fortgeschrittene: Setz dir Mini-Ziele (z. B. nur eine Zone anspielen, nur halbe Schwünge, nur Rhythmus). Dann ist es plötzlich echtes Training – nur unterhaltsamer verpackt.
- Für alle: Zu viert ist die Mischung aus Schlaganzahl und Social perfekt. Zu sechst wird’s mehr Event, zu zweit mehr Training.
Fazit: Lohnt sich Topgolf Oberhausen als Reise-Erlebnis?
Wenn du Golf als Erlebnis denkst – nicht nur als Runde – dann ja. Topgolf Oberhausen ist ein Ort, an dem unterschiedliche Spielstärken zusammen Spaß haben, ohne dass jemand „abgehängt“ wird. Für uns war es wie ein kleiner Kurzurlaub mit Golf, Snacks, Drinks und Fun: ankommen, spielen, essen, lachen, nochmal spielen. Und das Beste: Selbst die beiden Anfängerinnen waren am Ende angefixt.
Mehr Infos: topgolfoberhausen.com
Topgolf Oberhausen: Der Guide für Golfer (und alle, die’s werden wollen)












